Das Dienstplanungstool DienZt

Dieser Beitrag ist auch verfügbar auf: Deutsch

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

ich habe DienZt entworfen, um eine technische Hilfestellung für das ewig bleibende Problem der ärztlichen Bereitschaftsdienstplanung zu liefern. Von Arzt zu Ärztin/Arzt, gewissermaßen. Mit den nachfolgenden Bedingungen erklärst du dich bei der Nutzung des Programms einverstanden.

Bereitschaftsdienstplanung findet im zunehmenden Spannungsfeld zwischen steigender Arbeitsbelastung im Dienst (durch Unterfinanzierung der Notfallstrukturen, verschlanktem Personalstamm,…) und dem steigenden Anspruch auf Freizeit statt. Nur durch Kompromissbildung und feiner Balancierung von diesen Interessen gegen eine angemessene Vergütung wird letzten Endes die Ausgestaltung des Bereitschaftsdienstes möglich bleiben. Planerisch umsetzen müssen dies meist erfahrene Kolleginnen und Kollegen (Altassistenten, Oberärzte), die spezielle persönliche Vorlieben ebenso kennen wie die betrieblichen und gesetzlichen Anforderungen.

Wie oft wird dies noch auf dem Papier durchgeführt? Wie oft entsteht Unmut über etwaig nicht berücksichtigte Wünsche oder ungleiche Verteilung. Es ist mir ein Herzensanliegen, hier durch ein digitales Werkzeug für Linderung zu sorgen, den Druck aus dem Kessel zu nehmen, Transparenz zu schaffen, Planungsvorgänge zu vereinfachen. Ich schreibe dies aus der Perspektive des Arztes, der – genau wie du – sowohl Vorder- als auch Hintergrunddienste absolviert. Ich wünsche uns ein System, mit dem wir die oben beschriebenen Interessengegensätze ausbalancieren und zukunftsfähig gestalten können.

Physicians Work Life Balance

Was kannst du dafür tun?

  • Du kannst DienZt nutzen.
  • Du kannst Kollegen aus anderen Krankenhäusern, Rehakliniken, … die Nutzung des Systems empfehlen.
  • Du stimmst mit der Nutzung von DienZt der anonymisierten Verwendung deiner Daten für wissenschaftliche Auswertungen zu. Wenn es uns gelingt, die Dienstsysteme und Belastungen der Kolleginnen und Kollegen aus vielen verschiedenen Einrichtungen im Verlauf darzustellen, entwickeln wir gemeinsam eine einzigartige Datenbasis zur Vereinbarkeit von Dienst, Freizeit und Vergütung.
  • Du sicherst Ergebnisse (Dienstpläne, etc.) lokal auf deinem Endgerät. Somit hältst du den potentiellen Schaden bei Datendiebstahl gering.
  • Du teilst Deine Erfahrungen in der Dienstplanung auf dem DienZt-Wiki mit anderen
  • Du beteiligst Dich an der Dokumentation der Plattform auf dem DienZt-Wiki oder an der technischen Weiterentwicklung oder der wissenschaftlichen Aufarbeitung.

Welche Kosten entstehen?

Für den einzelnen Nutzer ist und bleibt DienZt kostenlos. Ich habe dieses Projekt mit dem Ziel gestartet, einen geeigneten Ansatzpunkt für die bessere Balancierung von persönlichen Interessen und dienstlichen Anforderungen im Arztberuf zu finden. Dies wird jedoch nur gelingen, wenn sich möglichst viele aktiv beteiligen. Wie das erfolgen kann, habe ich im vorangegangenen Abschnitt beschrieben. Ich erwarte aktive Mitwirkung im konstruktiven Sinn.

Ich möchte die Plattform frei halten von Interessen Dritter (Pharma, Implantate, Headhunter, etc.). Es soll unsere ärztliche Plattform bleiben.

Haftungsausschluß

Digitalprodukte sind erheblichen Risiken durch Hackerangriffe ausgesetzt. Bei DienZt erfolgt die Kommunikation standardmässig über verschlüsselte Verbindungen, vertragsrelevante Einzelheiten (Arbeitszeiten, Vergütung) sind zusätzlich auf den Festplatten verschlüsselt. Die Server stehen alle in Deutschland an unterschiedlichen Stellen. Auch wenn ich immer weiter an der Verbesserung der Datenschutzmechanismen arbeiten werde, kann ich doch das Kapern der bestehenden Datensätze und die kriminelle Sabotage des Systems nicht gänzlich ausschließen. Ich behalte mir vor, aus Gründen der Datensparsamkeit, historische Daten von Benutzern nach einem Zeitraum von 6 Monaten zu löschen bzw. für die dann nur noch wissenschaftliche Auswertung zu anonymisieren.

Details zur Speicherung und Verarbeitung der Daten, findest Du in der Datenschutzerklärung.

Jeder Benutzer/jede Institution sollte einen Plan B für ein Ausfallszenario bereithalten. Möglichkeiten, die fertigen Dienstpläne lokal abzuspeichern, bietet das System an. Ich lehne jegliche Form der Haftung für einen Ausfall des Systems und/oder Schäden ab.

Altenberg im Februar 2024

PD Dr. Peter Bernstein